• Musikalisch umrahmt wurde die 12. Kaufunger Mahnwache vom Posaunenchor Oberkaufungen unter der Leitung von Carsten Noll.

  • Rund 50 Menschen aller Generationen trafen sich auf dem Rathausvorplatz, um ihre Stimme für den Frieden und die Einhaltung der Menschenrechte zu erheben.

  • Pfarrerin Christina Bickel führte durch die Veranstaltung und betonte die Wichtigkeit von einem diplomatischen Ende des Krieges.

  • Bürgermeister Arnim Roß bewegte in seiner Rede die Frage nach einem „Plan“, wie Frieden in der Nachkriegsphase aussehen kann.

  • Für 2 Euro sind die selbst hergestellten Freundschaftsbänder der IGS Kaufungen mit dem Aufdruck „Peace für Ukraine“ auf den Kaufunger Mahnwachen sowie bei Pfarrerin Christina Bickel erhältlich.

12. Kaufunger Mahnwache: Ein Plan für den Frieden?

Die Frage, wie Frieden nach dem hoffentlich baldigen Ende des Ukrainekriegs aussehen kann, beschäftigt derzeit viele Menschen. Auch 100 Tage nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine sind die Kaufungerinnen und Kaufunger nicht müde geworden und senden mit den Mahnwachen vor dem Rathaus weiterhin ihr Zeichen der Solidarität und der Einhaltung von Menschenrechten in die Welt hinaus. Auch am ersten Freitag im Juni kamen rund 50 Menschen, um für Frieden und Freiheit zu beten. Begrüßt von Pfarrerin Christina Bickel umrahmte der Posaunenchor Oberkaufungen unter der Leitung von Carsten Noll musikalisch die Veranstaltung. „Es wird keine Gewinner in diesem Krieg geben“, betonte die Pfarrerin zu Beginn, „Gott, bitte hilf uns, diesen Krieg diplomatisch zu beenden.“ Nach einem Gebet wurden, wie bei den Mahnwachen zuvor, die Glocken der Kaufunger Kirchen geläutet – ein Moment der Vertrautheit und der Stille, in dem das immer noch Unfassbare von allen Anwesenden gemeinsam getragen wurde.

Die Frage nach einem „Friedensplan“ bewegte auch Bürgermeister Arnim Roß in seiner anschließenden Rede: „Zurzeit steht die militärische Auseinandersetzung und die Frage nach militärischer Unterstützung des Westens im Vordergrund“, so der Verwaltungschef, „aber dadurch wird der Krieg nicht enden.“ Irgendwann komme der Tag, an dem Gespräch stattfinden müssten, wie die Nachkriegsphase gestaltet werden soll und wie ein Frieden aussehen könne. Roß appellierte daran, die Zeit jetzt dafür zu nutzen, um einen Plan zu entwickeln. Ebenso seien dafür Diskussionen auf allen Ebenen der Gesellschaft notwendig. „Ich wünsche mir, dass ein Impuls hierzu auch von unseren Kaufunger Mahnwachen ausgeht“, so der Verwaltungschef weiter. Frieden zu schaffen sei einer der schwersten und größten Herausforderungen nicht nur unser, sondern aller Zeiten.

Begleitet vom Posaunenchor sangen die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Abschluss gemeinsam das Lied, „We shall overcome“ – ein Song, der mittlerweile zu einer bewegenden Hymne der Kaufunger Mahnwachen geworden ist.